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Das Pareto-Prinzip: Maximale Wirkung mit minimalem Aufwand

Aktualisiert: 11. März 2025

Hast du manchmal das Gefühl, dass du viel arbeitest, aber trotzdem nicht wirklich vorankommst? Du hetzt von Aufgabe zu Aufgabe, bist ständig beschäftigt – und trotzdem stapeln sich die To-dos? Dann wird es Zeit für einen Perspektivwechsel, denn nicht alle Aufgaben haben den gleichen Einfluss auf deine Ziele. Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als 80/20-Regel, hilft dir dabei, deinen Fokus gezielt auf das zu richten, was wirklich zählt.
Pareto Prinzip 20/80 Regel graphische Darstellung als Kreisdiagramm

Was steckt hinter dem Pareto-Prinzip?

Der italienische Ökonom Vilfredo Pareto entdeckte dieses Prinzip im frühen 20. Jahrhundert, als er feststellte, dass etwa 80 % des Landbesitzes in Italien von nur 20 % der Bevölkerung kontrolliert wurden. Er erkannte, dass ähnliche Muster auch in anderen Bereichen zu finden waren, von der Wirtschaft bis zur Produktivität.

Angewandte Magie: Nutzen des 80/20-Prinzips


Nicht alles ist gleich wichtig – aber wir behandeln es oft so: Wir beantworten jede E-Mail sofort, springen zwischen Anfragen hin und her und erledigen Dinge, nur weil sie auf der To-do-Liste stehen. Statt dich in den Aufgaben endlos zu verlieren, stelle dir bewusst die Frage:

✅ Was bringt mich wirklich voran? – Welche 20 % meiner Aufgaben haben den größten Einfluss? – Gibt es Tätigkeiten, die gestrichen oder delegiert werden können?

"With the Pareto Principle, we can free ourselves from the flood of tasks and concentrate on what's essential." - Gary Keller

Wichtige Aufgaben erkennen – so gelingt es dir

Im Wesentlichen hilft ein strukturiertes Vorgehen um in der Masse an Aufgaben nicht zu versinken. Zunächst solltest du eine Bestandsaufnahme machen und alle aktuellen Aufgaben aufschreiben. Danach bewertest du sie danach, welchen Einfluss sie auf deine langfristigen Ziele haben. Anschließend geht es darum, die Hebelaufgaben zu identifizieren – also jene 20 % der Tätigkeiten, die für die meisten Ergebnisse sorgen. Genau hier sollte dein Fokus liegen.
Der nächste Schritt besteht darin, alles, was keine hohe Wirkung hat, zu eliminieren oder zu delegieren. Viele Aufgaben lassen sich streichen, automatisieren oder an andere weitergeben, ohne dass es negative Auswirkungen hat. Abschließend ist es entscheidend, wirklich bewusst an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten. Setze dir täglich oder wöchentlich klare Prioritäten und starte immer mit den Themen, die den größten Unterschied machen. Das Pareto-Prinzip ist also weit mehr als nur eine Faustregel – es ist ein praktisches Werkzeug, das dir hilft, weniger, aber besser zu arbeiten.

Hier sind einige Beispiele, wie du das Prinzip in verschiedenen Lebensbereichen praktisch anwenden kannst:


1. Im Job: Produktiver arbeiten statt nur beschäftigt sein
Zeitmanagement → Welche 20 % deiner Aufgaben haben die größte Wirkung? Priorisiere diese, bevor du dich mit Nebensächlichkeiten verzettelst.
Meetings → Welche 20 % der Meetings sind wirklich relevant? Reduziere unnötige Besprechungen und konzentriere dich auf die wesentlichen Abstimmungen.
Kunden & Umsatz → Welche 20 % deiner Kunden generieren den größten Umsatz? Investiere mehr Zeit in diese Geschäftsbeziehungen.
2. In Projekten: Weniger Chaos, mehr Struktur
Aufgabenpriorisierung → Welche 20 % der Projektaufgaben sind entscheidend für den Erfolg? Setze hier den Fokus.
Risikomanagement → Welche 20 % der Risiken haben die größte Auswirkung? Entwickle gezielt Maßnahmen, um diese zu minimieren.
Kommunikation → Welche 20 % der Stakeholder sind entscheidend für das Projekt? Halte sie eng eingebunden und informiere sie regelmäßig.
3. Im Alltag: Mehr Zeit für das, was wirklich zählt
Fitness → Welche 20 % der Übungen bringen 80 % der Ergebnisse? Fokus auf Grundübungen wie Kniebeugen oder Liegestütze statt zeitaufwändigen Details.
Finanzen → Welche 20 % deiner Ausgaben fressen 80 % deines Budgets? Analysiere deine Fixkosten und optimiere gezielt.
Lernen & Lesen → Welche 20 % der Bücher oder Kurse liefern den größten Mehrwert? Investiere in Wissen, das dich wirklich weiterbringt.
Junger Mann sitz am Schreibtisch und arbeitet am Laptop.

Aber Achtung: Das Pareto-Prinzip ist kein Wundermittel!

Natürlich ist die 80/20-Regel keine exakte Formel. Manchmal sind es auch 30/70 oder 10/90. Der Punkt ist nicht, exakt bei 20 % zu landen, sondern bewusst zu hinterfragen: Wo kann ich mit weniger Aufwand mehr erreichen?
Das Pareto-Prinzip hilft dir, deine Prioritäten zu überdenken, nicht, unwichtige Dinge komplett zu ignorieren. Manche Aufgaben sind einfach unvermeidbar – aber viele eben auch nicht so bedeutend, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Fazit: Weniger tun, aber das Richtige!

Wenn du dich auf die entscheidenden 20 % konzentrierst, wirst du mehr erreichen – und das mit weniger Stress. Probiere es aus: Welche 20 % deiner Aufgaben haben den größten Einfluss auf deine Ziele? Sobald du das herausfindest, wirst du merken, dass Produktivität nicht bedeutet, mehr zu arbeiten – sondern klüger zu handeln.
Vilfredo Pareto verkleidet als Zauberer
Vilfredo Paretos "80/20" Zauber

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